3 Dinge, die du beherzigen solltest, um 2022 einen neuen Job zu bekommen

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Wenn Du einen neuen Job suchst und es bisher nicht geklappt hat, dann kann das viele Gründe haben. Drei Dinge solltest Du aber unbedingt beherzigen, um Deine Chancen auf Erfolg massiv zu erhöhen (inklusive Beweis am Ende).

Jahre nachdem ich hier den ersten Blog-Beitrag geschrieben habe, nach unzähligen Gesprächen mit KundInnen und nach vielen E-Mails von LeserInnen, kann ich eine Menge Gründe nennen, warum die Suche nach einer neuen Aufgabe nicht (zeitnah) erfolgreich ist.

Ein paar Dinge wiederholen sich dabei immer wieder  – wahrscheinlich, weil sie so menschlich sind 😉  – und obwohl Du natürlich nicht immer alle Faktoren im Jobsuch- und Bewerbungsprozess beeinflussen kannst – diese drei hast Du garantiert in der Hand!

3 Dinge, die du heute ändern kannst, um 2022 einen neuen Job zu bekommen

1. Komm‘ raus aus der Opferhaltung

„Meine Bewerbung wird nicht richtig gelesen“, „Es gibt einfach nicht genug Stellen, auf die ich mich bewerben kann“, „Als Mutter mit zwei Kindern stellt mich doch niemand ein“.

Verallgemeinerungen sind deswegen so destruktiv, weil damit einzelne Erfahrungen in eine nicht vorhandene Allgemeingültigkeit gepresst werden, die rein objektiv gesehen gar nicht stattfindet! Es ist doch wirklich sehr unwahrscheinlich, dass Begründungen wie diese auf jede einzelne Absage zutreffen. Die Personaler haben sich ja schließlich nicht Samstagabend getroffen und gemeinsam überlegt, wie sie Dir am besten absagen können. 

Frage Dich bitte nicht, was „der Arbeitsmarkt“ sollte oder müsste. Durch diese Haltung wird sich nichts für Dich persönlich verändern und wenn Du eine Veränderung für Dich wünschst, dann musst Du Dich selber an das Steuer setzen und Dich auf die Dinge konzentrieren, die Du selber in die Hand nehmen kannst.

Es gibt keine andere Möglichkeit, als selber aktiv zu werden und das ist eine gute Nachricht! Du wirst merken wie gut es sich anfühlt, wenn Du Dich nur noch auf die Dinge konzentrierst, die Du selber beeinflussen kannst. Du wirst merken, es sind mehr, als Du denkst und Du fühlst Dich bald deutlich aktiver und glücklicher, wenn Du Dich nicht als Opfer siehst – sondern als Gestalter Deines Berufslebens.

2. Halte durch!

Ich kenne es ja selber: Irgendwann verliert man die Geduld und es soll bitte JETZT klappen. Geht am Smartphone schließlich auch: Plug and Play, wir haben ja schließlich 2021! Nur, dass das im (Arbeits-)Leben meistens nicht klappt. Und dann gibt man auf. Die Nerven liegen blank, es geht einfach nicht. Na, dann eben nicht! (Geht beleidigt ab).

Noch eine Bewerbung, noch ein Anruf, noch mal die eigene Positionierung überdenken. Noch ein Anschreiben ausarbeiten. Ja, das ist anstrengend! Die richtige Jobsuche für diesen einen, passenden Job ist ein Projekt und manchmal braucht ein Projekt mehr Zeit als gedacht – apropos! Hast Du Dir jemals Gedanken gemacht, wie lange das Projekt eigentlich laufen soll? Denn wenn Du Dir keinen Plan darüber machst, dann kann es sein, dass so ein Projekt sich noch viel länger hinzieht – kennst Du vielleicht aus dem Büro. 😉

So oder so heißt es: durchhalten und dranbleiben, die Erfahrung mitnehmen und sie für Dich nutzen. Rückblickend wird es dann wieder gar nicht so schlimm gewesen sein und Du wirst sehen: Es war eine Phase, die auch vorbeiging.

3. Verändere, was nicht klappt!

Aufgeben ist, wenn Du alle Aktivitäten einstellst und einfach da stehen bleibst, wo Du gerade bist. Blinder Aktionismus ist, wenn Du zwar dranbleibst, aber nichts passiert und Du keine Konsequenzen daraus ziehst.

Dann ist es an der Zeit, ein paar Punkte zu überprüfen:

  1. Was funktioniert?
  2. Was hat noch Aussicht auf Erfolg?
  3. Was hat sich wirklich als absolut sinnlos erwiesen?

Mache mehr von 1 und 2 und verändere die Tätigkeiten, die bisher absolut gar nicht funktionieren.

Wenn Du also bisher 200 Bewerbungen rausgeschickt und keine einzige Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten hast, dann solltest Du Deine Bewerbung überprüfen (lassen) und Deine Herangehensweise an den Arbeitsmarkt überprüfen. Keinen Sinn macht es, weitere 200 Bewerbung nach dem alten Schema zu versenden. Es gibt da ein super Buch: Das Pferd ist tot – steigen Sie ab! (Affiliate Link).

Feedback einer Leserin

Wenn Du es schaffst, aus der Opferhaltung heraus zu bleiben, nicht aufzugeben und Deine Aktivitäten immer wieder anzupassen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich früher oder später Erfolg einstellen wird.  Vor längerer Zeit habe ich eine wunderschöne E-Mail bekommen, die mich wirklich gerührt hat und die ich gerne hier in gekürzter Form teile:

„Nach 12 Monaten Arbeitssuche war ich doch noch erfolgreich, vor ein paar Tagen habe ich eine mündliche Zusage bekommen und warte täglich auf meinen Arbeitsvertrag. Anfangs waren kurze, knappe Absagen die einzigen Reaktionen. Zu dieser Zeit stieß ich im Internet auf deinen Blog. Immer wieder feilte ich daraufhin an Anschreiben und Lebenslauf und mit der Zeit war dann doch (unter anderem auch dank deiner Tipps) das eine und andere Vorstellungsgespräch dabei. Da sind mir einige interessante Äußerungen begegnet:

Eine junge Personalreferentin in einem großen Industriebetrieb: „Mit dem Lebenslauf können Sie es höchstens in einem kleinen Handwerksbetrieb versuchen, die bekommen nicht so viele Bewerbungen und sind vielleicht an jemandem wie Ihnen froh. Jetzt sind sie schon so lange zu Hause, da haben Sie ja gar keine Berufspraxis mehr.“

Eine Personalreferentin in einem großen Konzern sagte: „Wollen Sie wirklich Vollzeit arbeiten? Ist Ihnen das nach so einer langen Auszeit nicht zu anstrengend?“

Eine Chefsekretärin in einem Handwerksbetrieb: „Können Sie denn überhaupt noch irgendwas mit dem Computer nach so einer langen Pause? Wir haben bald System-Umstellung, und mir graut schon davor.“ – Ich selber könnte mir ja nie vorstellen, nicht mehr mit dem Computer zu arbeiten.

Es ging aber auch anders! Ein Abteilungsleiter in einem Industriebetrieb: „In den letzten Jahren haben Sie bestimmt ordentlich organisiert und strukturiert. Meine Frau sagt immer, bei der Arbeit sei das viel leichter als zu Hause mit den Kindern.“

Und das war mein persönlicher Volltreffer: Der Abteilungsleiter, der mir einen Arbeitsvertrag schicken will: „Sie haben ja viel erlebt. Wir hatten zu Hause einen ähnlichen Fall. Da haben Sie gewaltig was geleistet.“ Der Rest des Gesprächs lief dann wie von selbst und es hat einfach alles gepasst.

Trotzdem hab ich nach sehr vielen Absagen schon gar nicht mehr daran geglaubt, dass mich überhaupt noch jemand einstellen will. Umso mehr habe ich mich gefreut, als er angerufen hat und mich gefragt hat, ob ich die Stelle haben möchte.

Ich wollte unbedingt wieder zurück in die Industrie! Und das möchte ich allen sagen, die gerade auf der Suche sind: Ihr müsst euch darüber im Klaren sein, was ihr wollt oder zumindest, was ihr nicht wollt. Dann geht euren Weg und lasst euch von niemandem etwas anderes einreden!!!

Alles in Allem weiß ich heute, dass es sehr wichtig ist, dass eine Bewerbung absolut ausgefeilt sein muss. Ein Glück war es auch, dass ich alle diese Absagen bekommen habe, sonst hätte ich vielleicht die entscheidende Bewerbung gar nicht geschrieben und würde jetzt einfach irgendwo arbeiten, oder noch schlimmer, ich hätte eine Stelle in einem Betrieb, in dem es den Mitarbeitern vor dem Computer graut – und davor würde es mir grauen!“

 

Für 2022 wünschen wir Dir, dass Du auch Deinen beruflichen Weg findest und gehst! Wenn Du Dir dabei Unterstützung wünschst, sind wir mit unserem online-Programm „In 6 Schritten zum neuen Job gerne für Dich da!“

In 6 Schritten zum neuen Job

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